Freitag, 2. Dezember 2011

Die Zeit in Adelaide...

... ging viel zu schnell vorbei! Unser Aufenthalt auf dem Campingplatz wurde zwar einmal um 4 Tage verlängert, aber auch die sind jetzt vorüber :( Aber man soll ja bekanntlich aufhören, wenn's am schönsten ist.

Küste bei Glenelg
unser Platz - praktisch gleich neben Küche und Waschhaus!
Diese Papageien-Vögel sind hier total alltäglich, viele Australier sind sogar genervt, weil sie so laut sind!

für uns sind sie jedes Mal wieder ein Highlight!

Die Woche in Adelaide war in mehrfacher Hinsicht eine Bereicherung. Zunächst war es einfach nur schön, wieder jeden Tag duschen zu können, am Pool oder am Strand zu faulenzen, mit mehreren Herdplatten und fließend Wasser zu kochen und abwaschen zu können und vor allem war es schön, abends in der Gemeinschaftsküche zu sitzen, anstatt immer - sobald es abends zu kalt wird - im Auto eingesperrt zu sein.
Noch wird es hier abends immer ziemlich frisch und wir sind froh, dass wir nicht im Zelt schlafen müssen!

noch mal zur Veranschaulichung: Steffen in unserem Bett!

In der Küche auf dem Campingplatz haben sich jede Menge neue Bekanntschaften ergeben, alleine schon dadurch, dass es dort sehr viele Deutsche gab. Jeder hatte was zu erzählen und somit sind wissen wir jetzt schon eine ganze Menge mehr zum Thema Australien.
Aber auch in materieller Hinsicht wurden wir bereichert, denn Adelaide scheint für viele Australienreisende Endstation zu sein. Alles, was nicht mehr gebraucht wurde, fand seinen Platz in der Küche mit einem kleinen Zettelchen "Left overs" oder "Help yourself". Wir hatten am Anfang zwar noch ein bisschen Hemmungen zuzuschlagen, aber irgendwann war es ganz normal, täglich das Küchenregal nach Brauchbarem zu durchsuchen, denn bei den Preisen hier lernt man, nie "nein" zu sagen.

Hier eine (wahrscheinlich unvollständige) Liste der Dinge, die wir ergattern konnten:
ca. 500 g Nudeln
Salz
Wäscheklammern
3 x Mückenspray
eine Tasche
Ölspray zum Grillen
Essig
eine Scheibe Käse
eine halbe Flasche Weißwein
2 x Reis
Ketchup
Senf
Oregano, Paprika, Curry, Majoran, Brühwürfel, Fleischgewürzmischung, italienische Kräuter
ein Mückennetz
einen Sonnenhut
Zitronenöl gegen Mücken
Schmierkäse
eine Hängematte
Olivenöl
eine Plastikbox
Gefrierbeutel
Kaffee
Hefe
Mehl
und wahrscheinlich noch vieles mehr, was uns nur gerade nicht einfällt!

Außerdem haben wir (denn irgendwie mussten Hefe und Mehl ja verwendet werden) gelernt, wie man Brot backt!

das sehr kompakte Erstlingswerk ;)


der zweite Versuch - ein Prachtstück!

Adelaide selber wurde natürlich auch ein bisschen unter die Lupe genommen, hat uns auf den ersten Blick aber nicht so gut gefallen, wie Melbourne. Im der South Australian Art Gallery haben wir uns einheimische Kunst angeschaut, die im Vergleich mit Europäischer aber natürlich schlecht dasteht. Die internationale Ausstellung bestand eigentlich nur aus asiatischen Wandteppichen, also sind wir schnell weiter ins South Australian Museum. Dort gab es eine ganz nette Ausstellung zum Thema Aborigines und ein paar ausgestopfte Tiere. Was in Australian mal ein Vorteil ist: Fast alle Museen sind umsonst!
Der Ausflug in die Schokoladenfabrik entpuppte sich als Werbeveranstaltung, wir sind aber nicht darauf reingefallen, haben noch umsonst ein Käffchen getrunken und haben uns heimlich aus dem Staub gemacht. Die Schokolade war verglichen mit der deutschen auch nicht so verführerisch ;)

Natürlich wurde in Adelaide sooft wie möglich das Kiterevier genutzt. Ich hab mich einmal drei Stunden am den Strand entlang durchs Wasser schleifen lassen, hatte aber einige Erfolgserlebnisse trotz starkem Wellengang und war damit ersteinmal zufrieden :)
Steffen war noch öfter auf dem Wasser und hat sich immer ausgezeichnet geschlagen, für ihn wurden die Wellen ein immer kleineres Problem und am Ende konnten wir ein paar ganz nette Bilder machen:






Aber wie schon gesagt, die Zeit in Adelaide ging recht schnell vorbei und vorgestern sind wir wieder Richtung Melbourne aufgebrochen. Die erste Nacht verbrachten wir wie schon einmal neben Weinfeldern in Langhorn Creek.


Gestern führte uns unser Weg an den Cockatoo Lake zwischen Keith und Naracoorte. Dort war es traumhaft: sehr idyllisch und mal wieder voll mit exotische Vögeln. Zwei Kerle (ja, so muss man sie wirklich nennen) aus Port McDonald waren dort den ganzen Tag damit beschäftigt, irgendwelche Krebstiere aus dem See zu angeln. Auf einen ihrer Beutezüge durften wir mitkommen und ich durfte den Fang sogar probieren, sehr lecker!

Der Fang - samt Objekt zum Größenvergleich!
abendliche Idylle am Cockatoo-Lake

In Penola haben wir uns nach Arbeit erkundigt, aber die Kirschen sind noch nicht reif und für die Arbeit auf den Weinfeldern sind wir wohl zu schwach :) Ist aber nicht so schlimm, denn die wirkliche Erntesaison beginnt erst Anfang Januar. Auf Tasmanien sollen da sehr viele Leute gebraucht werden und das wäre doch mal ein Grund 'rüberzufahren!

Momentan sind wir in der schönen Bücherei von Mt Gambier und morgen geht's nach Geelong!

1 Kommentar:

Tobi hat gesagt…

Das Abenteuer geht weiter ;)
Mein neues Lieblingsbild ist ja wohl ganz klar der Sonnenuntergang beim Cockatoo-Lake =D Super schön!
Liebe Grüße