Samstag, 12. November 2011

On the road...

Nachdem wir endlich ein passendes Auto gefunden haben, konnten wir das erste mal zum Strand fahren und einfach die Sonne genießen. Mit der Tram sind wir zum St. Kilda Beach getuckert und haben dort die See genossen, ein paar Kiter konnten wir auch beobachten!


Und Steffen hat endlich ein kühles Bier bekommen...


außerdem hatten wir eine wunderbare Sicht auf Melbourne!


Am Dienstag sind wir dann wieder zu Craig gefahren und haben mit ihm eine Box gebaut, die ins Auto passt. Daraf können wir schlafen und darunter unsere Sachen verstauen. Craig ist (wie wohl die meisten Australier) super nett und hat uns sehr viel geholfen. Im Baumarkt haben wir auch gleich Stühle und einen Gaskocher kaufen können (die sind hier wirklich viel besser als in Deutschland!).
Leider hat Craig erst für Donnerstag einen Termin für die Reparaturen (diese waren Vorrausstezung für das RWC) am Auto bekommen können. Also mussten wir unseren Aufenthalt im Hostel um einen Tag verlängern, aber wir hatten Glück und konnten in unserem Zimmer bleiben.


Am Donnerstag haben wir dann eigentlich nur darauf gewartet, dass das Auto fertig wird. Leider hat das ganz schön lange gedauert und nach dem Autokauf war es dann schon 7 pm. Craig hat uns zu einem Shopping Center geschickt, dahin mussten wir etwa eine halbe Stunde über den Highway fahren. Leider gab es dort nicht das, was zu diesem Zeitpunkt am wichtigsten für uns gewesen wäre: eine Matratze. Wir haben uns durchgefragt, aber die Auskünfte waren nicht immer hilfreich und so sind wir mehr oder weniger herumgeirrt, bis wir endlich einen Matratzenladen gefunden haben - der natürlich schon geschlossen hatte.
Also mussten wir die Nacht ziemlich ungemütlich auf den Vordersitzen unseres Autos verbringen...
Neuer Tag, neues Glück: im Matratzenladen hatten wir keinen Erfolg aber bei Clark Rubber (ein weiterer Tipp von Craig), einem Laden, in dem es Schaumstoff in allen Variationen gibt!!! Dort wurde uns eine Matratze maßgeschneidert! Sie hat uns nur 140$ gekostet und ist auch total bequem.
Dann waren wir bei Kmart. Dort haben wir alles andere bekommen: Kissen, Wolldecken, Teller, Töpfe, Plastikboxen, Müllbeutel und und und... - und das alles zu Spottpreisen (naja und halt made in china)!
Trotzdem mussten wir natürlich jede Menge Geld ausgeben, welches wir aber hoffentlich in den nächsten Wochen wieder einsparen werden, mal sehen...

Irgendwie passt auch alles dank sorgfältiger Planung in das Auto, aber wie ihr vielleicht erkennen könnt, müssen wir wirklich mit wenig Platz auskommen:


Nachdem all dies erledigt war, konnten wir uns der nächsten Herausforderung widmen: Wir mussten zu einer "Vic Roads" Station, um die Registrierung von unserem Auto auf uns (also auf Steffen) zu übertragen. Dafür sind wir nach Geelong gefahren (was auch auf unserem Weg zu den Zwölf Apostel liegt).
 Vorher haben wir auf einer Autobahnraststätte gekocht, geschlafen und sogar geduscht! :)


Am nächsten morgen sind wir also nach Geelong und (ja, Mama) haben dort unsere neuen Handtücher, Kissenbezüge und co. gewaschen und auch ein paar Kleidungsstücke.
Ja, und in diesem Waschsalon ("laundrette") nahm das das Schicksal seinen Lauf: Wir trafen Maree, eine australische Mutti, die uns nicht nur Waschpulver lieh, sondern sich auch zu ihr nach Hause einlud!!!!!!!!!!!
Sie hat zwei Töchter (15 und 19) und wohnt in einem recht grossen Haus. Heute Abend gab es BBQ(!!), Wein, ein Bett, eine Toilette und und und! UND wir dürfen sogar bis Montag bleiben (dann machen die Behörden wieder auf - typisch, wir haben natürlich nicht daran gedacht, dass heute Samstag ist...).Und naja, wir dürfen auch ihr Internet benutzen, einer der Gründe für diesen ausführlichen und ausführlich bebilderten Post. Wir wissen kaum, womit wir ihr danken können (bisher nur mit einer Tüte Werthers)! Morgen nimmt sie uns mit in einen Wildpark, wo wir Kangaroos, Wombats und Koalas sehen können! Jetzt werden wir einen Film mit ihren Töchtern (und deren aufgedrehten Freundinnen) gucken und dann in ein riesiges, weiches Bett fallen! Gute Nacht!

Sonntag, 6. November 2011

Die ersten Tage


Melbourne City


Nach einem unendlich langen und unbequemen Flug sind wir Mittwoch endlich heil in Melbourne angekommen. Nach einer nervenaufreibenden und vor allem für Steffen anstrengenden Bus- und Bahnfahrt (er  musste so manchen Tobsuchtsanfall seiner verwirrten und übermüdeten Freundin ertragen…) sind wir dann schließlich doch im richtigen Hostel angekommen und beschlossen, uns „ein wenig Schlaf“ zu gönnen… das Weckerklingeln nach drei Stunden überhörten wir beide gekonnt und wachten erst nach 11 Stunden auf (um ca. 22 Uhr Ortszeit). Es war schon dunkel, aber auf unserer Uhr erst etwa  12:00 Uhr mittags, da wir es bisher noch nicht geschafft hatten, unsere Uhr umzustellen. Das Essen haben wir dann auch gleich mal komplett ausgelassen und am nächsten Morgen (zu dem Zeitpunkt war unsere letzte Mahlzeit mehr als 24 Stunden her) das „Frühstück“ im Hostel genossen. An dieser Stelle eine kleine Präsentation unseres Hostels: Es gibt ca. 5 kleinere „dormitories“ (Mehrbettzimmer) und 3 Private Rooms. Wir haben so einen  Private Room ergattert der zudem auch noch direkt neben einem Badezimmer ist. Das ist zwar manchmal ein wenig laut und stinkt, aber eig. Ist es recht praktisch. Das Hostel ist einigermaßen sauber, dank der netten, aber sehr direkten Putzfrau (ihr Kommentar, als wir sie mal wieder nicht verstehen konnten: „Vielleicht sollte ich mir einen Übersetzer umschnallen…“). Es gibt zwei weitere Toiletten und wir vermuten auch noch weitere Duschen… ab 8:30 darf die Küche benutzt werden. Dort steht ein Herd, eine Spüle, ein paar Töpfe und Geschirr UND sagenhafte DREI Gabeln! Außerdem hat jeder Gast ein kleines Regalfach um dort Lebensmittel zu verstauen. Unseres ist direkt hinter der Tür und eigentlich jedes Mal, wenn man sich hinunter beugt, um etwas hineinzutun oder herauszuholen, bekommt man von einem anderen Gast die Tür an den Kopf geballert. Die fehlende Sauberkeit der Hostelgäste scheint offensichtlich ein Problem zu sein: das ganze Hostel ist tapeziert mit Hinweisen, Bitten und Aufforderungen. Positives: Es gibt warmes Wasser zum Duschen und  gelegentlich free eggs zum Frühstück, auf unserem Zimmer haben wir einen Kühlschrank, einen Ventilator und einen Heater und wir können 24 Stunden am Tag im Hostel ein- und ausgehen.
Auch wenn das Hostel, in dem wir schlafen etwas gewöhnugsbedürftig ist – Melbourne ist klasse! Das Viertel, in dem sich unsere Unterkunft befindet, ist sehr lebendig und auch ein wenig verrückt. 



Chapel Street

Schon mehrmals waren wir in der Innenstadt von Melbourne, dort ist es sehr sauber, es gibt jede Menge Boutiquen… Zu meiner Freude ist jeder zweite Foodshop ein Sushi-Laden und zu Steffens Freude sind die andere Hälfte der Fressbuden Burger-Restaurants. Außerdem gibt es einen kleinen Fluss und einen schönen Park. 


Flinders Street Station
Endlich konnten wir hier auch einen Adapter kaufen und den Laptop aufladen, dieser ist wohl nicht mehr ganz heile, denn eigentlich geht er nie an, wenn er nicht angeschlossen ist :( Das heißt für uns leider, dass wir das kostenlose Internet in Starbucks und co. nicht nutze können.
Das Essen hier ist sehr teuer, vor allem Fleisch und Frisches, wie Obst und Gemüse. Fast-Food dagegen ist fast billig, was erklärt, warum viele in Down Under so zunehmen… Aber Reis und ähnliche Dinge sind erschwinglich, also denken wir, dass wir ein paar Wege finden werden, uns ausreichend zu ernähren.
Außerdem  haben wir uns erst einmal mit Sonnencreme und Insektenschutz, sowie einer Salbe für Insektenstiche und - bisse ausgerüstet.
Die Autosuche hat uns einige unruhige Nächte, viele Sorgen und Leonie auch einige tränenreiche Momente bereitet heute konnten wir uns dann aber endlich einen „Station Wagon“, also einen riesigen Kombi, anschauen und aufgrund unsere Verzweiflung und all dem bisherigen Pech, haben wir den Deal recht schnall gemacht. Der Wagen soll 3500$ kosten und hat auch schon ein paar Kilometer auf dem Buckel, der Motor ist aber überholt und auch sonst macht das Auto einen sehr soliden Eindruck. Zudem wird der Verkäufer eine RWC (Road Worthy Certification) für uns besorgen und bezahlen, das braucht man hier um mit dem Auto fahren zu dürfen und entspricht gleichzeitig einer Haftpflichtversicherung UND das Auto ist bis Juli 2012 registriert, was auch sehr wichtig ist, vor allem auch, wenn man den Wagen weiterverkaufen will.  Zu unserer Erleichterung ist der Ford ein Automatik-Wagen, was das Fahren auf der anderen Straßenseite natürlich erleichtert. Er Wagen verbraucht zwar sehr viel, aber das ist bei den alte Autos, die wir uns leisten können leider die Regel. Vans waren oft sehr teuer und hatten, sobald sie bezahlbar waren keine günstige Registrierung. Außerdem sind Reparaturen an Vans meist sehr aufwendig – wurde uns erzählt.
Am Dienstag fahren wir erneut raus, zum Merinda Park, um zusammen mit dem netten jungen Verkäufer eine Plattform in das Auto zu bauen, darauf können wir dann schlafen und gleichzeitig unter der Plattform die Surfsachen etc. verstauen, außerdem brauchen wir noch einen Kocher, Stühle und und und… uns steht noch viel Arbeit bevor!!
Wenigstens haben wir mittlerweile mobiles Internet und eine australische Handynummer
(-61 4 13637239)
Danke fürs Lesen :) und bis die Tage!


Palmen!!!!!!


Sonntag, 30. Oktober 2011

Noch zwei mal schlafen...

... dann geht's los nach Down Under! Viele Abschiede wurden schon genommen - danke an dieser Stelle noch mal für all die lieben Glückwünsche und die süßen Geschenke! :) - die Sachen sind aber noch lange nicht alle gepackt und es gibt noch so einiges zu regeln, wie das halt immer so ist...
Immerhin haben wir jetzt endlich eine Unterkunft in Melbourne: Das "Back of Chapel" wird für sechs Tage unsere Herberge sein. In dieser Zeit machen wir hoffentlich Fortschritte beim Thema Autosuche, denn schließlich soll das erworbene Gefährt für einen Großteil der Zeit auch unsere Schlafstätte sein. Sobald wir ein geeignetes Auto gefunden haben, geht es Richtung Adelaide und Great Ocean Road.
Um Weihnachten herum wollen wir aber zurück nach Melbourne, um dort mit Saskia deutsche Weihnachtstraditionen zu pflegen und natürlich auch die australischen Sitten anlässlich des Heiligen Abends kennen zu lernen.
Im neuen Jahr werden mir dann die Erforschung der Ostküste in Angriff nehmen. Zwischendurch werden selbstverständlich jede Menge Kite-Spots abgeklappert und Fotos geschossen.
Am 1. Mai geht dann unser Flug ab Brisbane zurück nach Deutschland.